Batterien oder Akkus: was in die Vorsorge passt
Wann Batterien und wann Akkus in die Vorsorge passen, welche Akkus geladen bleiben, wie Sie sie lagern und wohin alte Batterien gehören. Nach BBK und UBA.
Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025), der BBK-Broschüre „Stromausfall. Vorsorge und Selbsthilfe“ (Stand 2026) und den Umwelttipps des Umweltbundesamtes zu Batterien, Akkus und Lithium-Akkus
- Auf die Checkliste des BBK gehören Ersatzbatterien für die Taschenlampe und Batterien für das Radio.
- Wo das Gerät die Wahl lässt, sind Akkus nach dem Umweltbundesamt die bessere Alternative zu Einwegbatterien.
- Einfache NiMH-Akkus verlieren nach dem UBA etwa 25 Prozent Ladung pro Monat. Akkus mit geringer Selbstentladung verlieren etwa 4 Prozent pro Monat und sind auch nach längerer Lagerung sofort einsatzfähig.
- Batterien und Akkus gehören nach dem UBA nie in den Hausmüll. Geben Sie sie kostenlos in den Sammelboxen im Handel oder bei kommunalen Sammelstellen ab.
- Unser Rat: Schauen Sie, welche Größen Ihre Lampen und Ihr Radio brauchen, und legen Sie genau diese bereit.
Was das BBK nennt
Die Checkliste des BBK nennt unter „Information/Kommunikation“ ein solar- oder batteriebetriebenes Radio inklusive Batterien oder ein Kurbelradio, unter „Licht und Wärme“ eine Taschenlampe und Ersatzbatterien. Für Radios mit Batterien gilt nach der BBK-Broschüre zum Stromausfall: Dazu sind genügend Ersatzbatterien erforderlich.
Wer im Alltag technische Hilfsmittel nutzt, sollte nach dem BBK auch an Ersatz-Batterien, -Akkus und -Ladegeräte für diese Hilfsmittel denken.
Batterie oder Akku
Nicht wiederaufladbare Batterien liefern Strom nach dem UBA auf sehr ineffiziente Art: Für ihre eigene Herstellung brauchen sie 40- bis 500-mal mehr Energie, als sie bei der Nutzung später zur Verfügung stellen. Wenn Ihr Gerät die Wahl zwischen Batterien und Akkus lässt, sind Akkus nach dem UBA die bessere Alternative. Je nach Art und Handhabung lassen sie sich etwa 200- bis 1.000-mal wieder aufladen.
Die übliche Spannung von NiMH-Akkus liegt nach dem UBA mit etwa 1,2 Volt etwas unter der von Batterien mit 1,5 Volt. Unser Rat: Schauen Sie in der Anleitung Ihres Geräts nach, ob es Akkus verträgt.
Selbstentladung: warum manche Akkus leer sind, wenn man sie braucht
Für die Vorsorge zählt vor allem, ob der Energiespeicher nach Monaten im Schrank noch geladen ist. Einfache NiMH-Akkus haben nach dem UBA eine hohe Selbstentladungsrate von etwa 25 Prozent pro Monat. In Geräten, die nur selten genutzt werden, zum Beispiel Taschenlampen, sind sie oft leer, wenn man sie braucht.
Akkus mit geringer Selbstentladung (LSD-NiMH) verlieren nach dem UBA etwa 4 Prozent pro Monat. Im Handel heißen sie oft „ready to use“, „precharged“, „vorgeladen“ oder „geringe Selbstentladung“. Das UBA empfiehlt sie: Sie sind selbst nach längerer Lagerung sofort einsatzfähig, zum Beispiel bei seltener Nutzung in Taschenlampen.
Lithium-Akkus
Lithium-Ionen-Akkus stecken nach dem UBA unter anderem in Mobiltelefonen, Laptops und Kameras. Lithiumhaltige Batterien und Akkus sind bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Bei unsachgemäßer Benutzung und Lagerung können sie Brände verursachen. Verwenden Sie nach dem UBA keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Batterien und Akkus.
Laden Sie nach dem UBA nur mit Ladegeräten und Ladekabeln, die für den Akku vorgesehen sind, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder. Achten Sie darauf, dass keine brennbaren Materialien in der Nähe sind, bleiben Sie beim Laden in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen. Wie das bei der Powerbank aussieht, steht im Guide Powerbank im Notfall.
Richtig lagern
Lagern Sie Akkus und Geräte nach dem UBA am besten bei 10 bis 25 °C, nicht im Freien, nicht in feuchten Räumen und nicht an sehr heißen Orten wie im Gartenhaus oder hinter der Windschutzscheibe. Batterien und Akkus gehören nach dem UBA nicht in den Kühlschrank und nicht dorthin, wo sie Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
Für Lithium-Akkus, die länger liegen, nennt das UBA einen Ladestand von etwa 40 bis 50 Prozent, wie ihn die Hersteller empfehlen. Laden Sie den Akku rechtzeitig wieder auf 50 Prozent, damit er sich nicht tief entlädt.
Ein Kurzschluss, zum Beispiel durch Kontakt der äußeren Batteriepole, Metall auf Metall, kann bei lithiumhaltigen Batterien und Akkus nach dem UBA zum Brand oder zur Explosion führen. Unser Rat: Bewahren Sie Ersatzbatterien in der Originalverpackung oder einer kleinen Box auf, damit die Pole nicht an Schlüssel oder Münzen kommen.
Ausgelaufene Batterien
Fassen Sie ausgelaufene Batterien nach dem UBA möglichst nicht ohne Handschuhe an. Wenn Sie mit den ausgelaufenen Bestandteilen in Kontakt gekommen sind, waschen Sie sich danach gründlich die Hände. Wischen Sie Reste des Elektrolyten feucht auf und waschen Sie Kleidung, die damit in Kontakt gekommen ist.
Wohin mit alten Batterien
Batterien und Akkus gehören nach dem UBA keinesfalls in den Hausmüll, den Sperrmüll, die gelbe Tonne oder den Metallschrott. Geben Sie verbrauchte Batterien und Akkus kostenfrei in den Sammelboxen im Handel oder bei den weiteren Rücknahmestellen ab. Dazu sind Verbraucherinnen und Verbraucher gesetzlich verpflichtet.
Sammelstellen gibt es nach dem UBA überall dort, wo Sie neue Gerätebatterien kaufen können, zum Beispiel im Supermarkt, in der Drogerie oder im Baumarkt. Auch Kommunen nehmen Gerätebatterien zurück, etwa auf Wertstoffhöfen. Bei lithiumhaltigen Altbatterien und Altakkus kleben Sie vorher die Pole ab, um einen äußeren Kurzschluss zu vermeiden.
Unser Rat: Sie brauchen keinen großen Vorrat auf Verdacht, aber genügend Ersatz für die Geräte, die Sie im Notfall nutzen. Schauen Sie, welche Größen Ihre Taschenlampe und Ihr Radio brauchen, und legen Sie dafür Ersatz bereit, so wie es die Checkliste des BBK vorsieht. Wenn Sie Akkus nutzen, nehmen Sie solche mit geringer Selbstentladung: Sie sind nach dem UBA selbst nach längerer Lagerung sofort einsatzfähig.
Häufige Fragen
Wie viele Ersatzbatterien brauche ich?
Eine feste Zahl nennt das BBK nicht. Es nennt Ersatzbatterien für die Taschenlampe und Batterien für das Radio und schreibt, dass genügend Ersatzbatterien erforderlich sind. Unser Rat: mindestens ein voller Satz für jedes Gerät, das Sie im Notfall nutzen wollen.
Gehören Batterien in den Kühlschrank?
Nein. Das UBA rät, Batterien und Akkus nicht im Kühlschrank zu lagern, bei Akkus wegen möglicher Kondenswasserbildung. Günstig sind für Akkus 10 bis 25 °C an einem trockenen Ort.
Lohnen sich Akkus, wenn ich die Geräte kaum benutze?
Ja, wenn es Akkus mit geringer Selbstentladung sind. Einfache NiMH-Akkus verlieren nach dem UBA etwa 25 Prozent pro Monat, Akkus mit geringer Selbstentladung etwa 4 Prozent. Das UBA empfiehlt sie gerade für selten genutzte Geräte wie Taschenlampen.
Wo gebe ich alte Batterien ab?
Kostenlos in den Sammelboxen im Handel, zum Beispiel im Supermarkt, in der Drogerie oder im Baumarkt, oder bei kommunalen Sammelstellen. Händler, die Gerätebatterien verkaufen, müssen Geräte-Altbatterien nach dem UBA kostenfrei zurücknehmen, auch beschädigte. In den Hausmüll gehören sie nie.