Powerbank im Notfall: laden, lagern, nutzen
Warum eine geladene Powerbank auf die Checkliste des BBK gehört, wie Sie sie nach dem Umweltbundesamt sicher laden und lagern und wann Sie keine neue brauchen.
Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025), der BBK-Broschüre „Stromausfall. Vorsorge und Selbsthilfe“ (Stand 2026), der BBK-Seite „Vorsorge und Handeln bei Stromausfall“ und den Umwelttipps des Umweltbundesamtes zu Akkus
- Eine aufgeladene Powerbank steht auf der Checkliste des BBK und gehört nach dem BBK auch ins Notgepäck.
- Mit einer Powerbank können Sie nach dem BBK zum Beispiel Ihr Mobiltelefon oder einen Laptop bei Stromausfall laden.
- Lithiumhaltige Akkus sind nach dem Umweltbundesamt bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Beim Laden ist das Gefahrenpotenzial besonders hoch.
- Laden Sie nach dem Umweltbundesamt nur mit dem vorgesehenen Ladegerät, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder. Halten Sie brennbare Dinge vom Ladeplatz fern, bleiben Sie in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen.
- Unser Rat: Eine intakte Powerbank, die Sie schon haben, reicht. Halten Sie sie geladen.
Wozu die Powerbank dient
Wenn der Strom ausfällt, können Sie Ihre Geräte nach dem BBK nicht laden oder nutzen. Mit einer Powerbank können Sie zum Beispiel Ihr Mobiltelefon oder einen Laptop bei Stromausfall laden. Für das Notgepäck schreibt das BBK: Mithilfe Ihrer geladenen Powerbank können Sie weiterhin kommunizieren und sich informieren.
Halten Sie nach der BBK-Broschüre zum Stromausfall eine aufgeladene Powerbank vor, um Ihr Handy und andere Geräte laden zu können. Achten Sie nach dem BBK auch darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen und Telefonen geladen sind, oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit.
Was auf der Checkliste steht
Unter „Information/Kommunikation“ nennt die Checkliste des BBK eine aufgeladene Powerbank, die Liste für das Notgepäck eine geladene Powerbank. Solarbetriebene Batterieladegeräte oder eine Powerbank können nach dem BBK bei Stromausfall eine Hilfe sein.
Das Handy hilft aber nur, solange das Netz funktioniert. Bei einem Stromausfall steht nach der BBK-Broschüre nach kurzer Zeit weder das Festnetz noch das Mobilfunknetz zur Verfügung. Für die Mitteilungen der Behörden gehört deshalb auch ein Radio, das ohne Steckdose läuft, in die Vorsorge. Mehr dazu im Guide Warum ein Radio in die Vorsorge gehört.
Sicher laden
Lithiumhaltige Batterien und Akkus sind nach dem Umweltbundesamt bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Bei unsachgemäßer Benutzung und Lagerung können sie Brände verursachen. Das Gefahrenpotenzial ist während des Ladevorgangs besonders hoch. Das UBA rät deshalb:
- Verwenden Sie nur Ladegeräte und Ladekabel, die für den Akku oder das entsprechende Gerät vorgesehen sind.
- Laden Sie möglichst an einem Ort mit Rauch- bzw. Brandmelder.
- Achten Sie darauf, dass sich in der unmittelbaren Nähe keine brennbaren Materialien und Gegenstände befinden.
- Bleiben Sie beim Laden in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen.
Richtig lagern
Lagern und laden Sie Akkus nach dem UBA nicht im Freien, nicht in feuchten Räumen und nicht an Orten, an denen sehr hohe Temperaturen zu erwarten sind, etwa im Gartenhaus oder hinter der Windschutzscheibe im Auto. Am besten lagern Sie Akkus oder Geräte bei 10 bis 25 °C. Wegen möglicher Kondenswasserbildung gehören Akkus nicht in den Kühlschrank.
Schon Umgebungstemperaturen über 40 °C sind nach dem UBA nachteilig und können den Akku beschädigen. Das gilt auch, wenn er nur zwischendurch liegt, zum Beispiel als Powerbank im heißen Auto.
Geladen halten und den Akku schonen
Für eine lange Lebensdauer rät das UBA, Lithium-Ionen-Akkus nie vollständig zu laden oder zu entladen: den Ladevorgang möglichst spätestens bei etwa 20 Prozent Restladung starten und bei etwa 90 Prozent beenden. Bleibt ein Akku längere Zeit ungenutzt, empfiehlt das UBA, ihn spätestens nach 6 Monaten nachzuladen. Nach dem Aufladen sollten Sie das Ladegerät laut UBA vom Netz trennen.
Unser Rat: Laden Sie die Powerbank für den Notfall auf etwa 90 Prozent, die Obergrenze, die das UBA für schonendes Laden nennt. Nutzen Sie sie ruhig im Alltag, laden Sie sie danach wieder auf und prüfen Sie den Ladestand regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat.
Eine beschädigte Powerbank nicht mehr benutzen
Verwenden Sie nach dem UBA keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Batterien und Akkus. Schützen Sie Akkus vor Stößen, Schlägen und Herunterfallen. Eine beschädigte, verformte, aufgeblähte oder ausgelaufene Powerbank öffnen Sie nicht: Defekte Lithium-Akkus sollten nach dem UBA keinesfalls weiterverwendet oder gar geöffnet werden. Bringen Sie sie umgehend zu einer Sammelstelle, am besten mit abgeklebten Polen und in einem Transportbehältnis wie einem Schraubdeckelglas. Weisen Sie das Personal auf die Beschädigung hin.
Akkus gehören nach dem UBA nicht in den Hausmüll, auch beschädigte nicht. Brennende lithiumhaltige Akkus können stark reizende, ätzende und giftige Dämpfe freisetzen. Brennt ein Akku, rufen Sie nach dem BBK die Feuerwehr unter 112 und bringen Sie sich dabei nicht in Gefahr. Sagen Sie, dass ein Akku brennt: Solche Hinweise können nach dem UBA für die Feuerwehr enorm nützlich sein. Notruf: 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) oder 110 (Polizei).
Unser Rat: Eine intakte Powerbank, die Sie schon haben, reicht für die Vorsorge. Halten Sie sie aufgeladen, wie es die Checkliste des BBK vorsieht. Laden Sie sie nach dem Umweltbundesamt nur mit dem vorgesehenen Ladegerät, möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne brennbare Dinge in der Umgebung. Bleiben Sie dabei in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen. Eine aufgeblähte oder beschädigte Powerbank benutzen Sie nicht mehr.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Powerbank nachladen?
Das UBA empfiehlt, einen ungenutzten Akku spätestens nach 6 Monaten nachzuladen. Unser Rat: Prüfen Sie den Ladestand öfter, zum Beispiel einmal im Monat, damit die Powerbank im Notfall aufgeladen bereitliegt, wie es die Checkliste des BBK vorsieht.
Darf ich die Powerbank über Nacht laden?
Das UBA rät davon ab: Bleiben Sie beim Laden in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen, sonst können mögliche Gefahren nicht rechtzeitig erkannt werden. Laden Sie möglichst an einem Ort mit Rauchmelder und ohne brennbare Materialien in der Nähe.
Kann ich die Powerbank im Auto aufbewahren?
Besser nicht. Das UBA rät, Akkus nicht an Orten zu lagern, an denen sehr hohe Temperaturen zu erwarten sind, etwa hinter der Windschutzscheibe. Schon über 40 °C kann der Akku Schaden nehmen. Günstig sind 10 bis 25 °C.
Meine Powerbank ist aufgebläht. Was nun?
Nicht mehr benutzen und nicht öffnen. Bringen Sie sie nach dem UBA umgehend zu einer Sammelstelle, am besten mit abgeklebten Polen in einem verschließbaren Behälter wie einem Schraubdeckelglas, und weisen Sie das Personal auf die Beschädigung hin.
Quellen (5)
- BBK: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (Ratgeber, Stand 11/2025)
- BBK: Stromausfall. Vorsorge und Selbsthilfe (Broschüre, Stand 2026)
- BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall
- Umweltbundesamt: Sachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien und -Akkus unerlässlich
- Umweltbundesamt: Batterien und Akkus richtig nutzen und fachgerecht entsorgen