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Licht und Strom ohne Steckdose

Powerstation: wann sie sich lohnt und wann nicht

Was eine Powerstation bei Stromausfall leisten kann, worauf es nach dem BBK ankommt, wie Sie sie sicher laden und wann Powerbank und Radio völlig reichen.

Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach der BBK-Broschüre „Stromausfall. Vorsorge und Selbsthilfe“ (Stand 2026), dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025), der BBK-Seite „Vorsorge und Handeln bei Stromausfall“ und den Umwelttipps des Umweltbundesamtes zu Akkus

Das Wichtigste
  • Eine Powerstation steht nicht auf der Checkliste des BBK. Für Licht, Handy und Nachrichten nennt die Checkliste eine Taschenlampe, eine aufgeladene Powerbank und ein Radio mit Solarzelle, Batterien oder Kurbel.
  • Stromausfälle werden nach dem BBK in der Regel in wenigen Stunden behoben. Unser Rat: Für diese Zeit reicht meist, was viele Haushalte schon haben.
  • Die BBK-Broschüre nennt Batteriesysteme als Kurzzeitspeicher für die Notstromversorgung. Entscheidend sind Leistung und Kapazität, und solche Systeme entladen sich mit der Zeit selbst.
  • Überlegen Sie nach dem BBK vor dem Kauf, welche Geräte Sie betreiben wollen. Geräte, die Wärme erzeugen, brauchen schnell 1500 bis 2000 Watt.
  • Unser Rat: Kaufen Sie eine Powerstation nur, wenn Sie wissen, welches Gerät Sie damit wie lange betreiben wollen, und halten Sie sie dann geladen.

Was auf der Checkliste steht und was nicht

Die Checkliste des BBK nennt unter „Information/Kommunikation“ ein solar- oder batteriebetriebenes Radio mit Batterien oder ein Kurbelradio und eine aufgeladene Powerbank, unter „Licht und Wärme“ eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien. Eine Powerstation nennt sie nicht. Das BBK schreibt zur Checkliste: Prüfen Sie, was für Ihre Situation angemessen ist.

In der Regel werden Stromausfälle nach dem BBK in wenigen Stunden behoben. In Notsituationen mit großflächigen Schäden kann es aber auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Unser Rat: Für Handy und Radio sind eine geladene Powerbank und Ersatzbatterien die Grundlage. Mehr dazu in den Guides Powerbank im Notfall und Stromausfall.

Was eine Powerstation ist

Im Handel heißen tragbare Batteriespeicher mit Steckdose meist Powerstation. Die BBK-Broschüre zum Stromausfall spricht von Batteriesystemen: Sie können als Kurzzeitenergiespeicher zur Notstromversorgung genutzt werden. Um die nötige Wechselspannung von 230 Volt zu erzeugen, wird ein Wechselrichter eingesetzt. Es gibt nach dem BBK auch Komplettsysteme, die zum Beispiel 5 Volt Gleichspannung über USB oder 230 Volt Wechselspannung bieten. Die Größe und damit der Platzbedarf hängen von der Leistung ab.

Herkömmliche Notstromerzeuger wie Dieselgeneratoren dürfen nach dem BBK wegen ihrer Geräusch- und Abgasentwicklung nicht in Innenräumen betrieben werden. Batteriesysteme nennt die Broschüre als eine der Alternativen. Wo Sie Ihr Gerät aufstellen und laden, richtet sich nach der Anleitung des Herstellers und den Laderegeln weiter unten.

Leistung und Kapazität: die zwei Zahlen, auf die es ankommt

Die wesentlichen Kenngrößen eines Batteriesystems sind nach dem BBK Leistung und Kapazität. Zur Einordnung: Die Leistung in Watt sagt, welche Geräte gleichzeitig laufen können, die Kapazität in Wattstunden, wie lange. Damit die Anlage nicht überlastet wird, rät das BBK, vor dem Kauf zu überlegen, welche Geräte Sie betreiben wollen.

Geräte, die Wärme erzeugen, wie Wasserkocher, Heizgeräte oder Kochplatten, brauchen nach dem BBK viel Strom: je Gerät schnell 1500 bis 2000 Watt. Unser Rechenbeispiel: Ein Speicher mit 1000 Wattstunden könnte einen Heizlüfter mit 2000 Watt rechnerisch höchstens eine halbe Stunde betreiben, eine Lampe mit 10 Watt dagegen viele Stunden. Die genauen Werte Ihres Geräts stehen in den Angaben des Herstellers.

Wollen Sie empfindliche Geräte wie einen Computer oder die Heizungssteuerung anschließen, muss die Anlage nach dem BBK dafür geeignet sein, sonst drohen Schäden an den angeschlossenen Geräten. Je umfangreicher die Notstromversorgung wird, desto größer werden nach dem BBK die Anlagen und damit die Kosten.

Geladen halten

Batteriesysteme entladen sich nach dem BBK mit der Zeit selbst. Stellen Sie deshalb sicher, dass sie regelmäßig überprüft und gegebenenfalls nachgeladen werden. Für Akkus, die längere Zeit ungenutzt bleiben, empfiehlt das Umweltbundesamt ein Nachladen nach spätestens 6 Monaten.

Unser Rat: Prüfen Sie den Ladestand öfter, zum Beispiel einmal im Monat, und laden Sie nach. Eine leere Powerstation hilft bei einem Stromausfall nicht. Eine Powerbank, die Sie im Alltag ohnehin nutzen und laden, ist dagegen fast immer bereit.

Sicher laden und lagern

Arbeitet Ihr Gerät mit Lithium-Akkus (das steht in der Anleitung), gilt nach dem Umweltbundesamt: Lithiumhaltige Akkus sind bei ordnungsgemäßem Umgang sicher. Bei unsachgemäßer Benutzung und Lagerung können sie Brände verursachen, und während des Ladens ist das Gefahrenpotenzial besonders hoch. Das UBA rät:

  • Verwenden Sie nur Ladegeräte und Ladekabel, die für den Akku oder das Gerät vorgesehen sind.
  • Laden Sie möglichst an einem Ort mit Rauch- bzw. Brandmelder.
  • Achten Sie darauf, dass sich in der unmittelbaren Nähe keine brennbaren Materialien befinden.
  • Bleiben Sie beim Laden in der Nähe und laden Sie nicht, während Sie schlafen.
  • Lagern und laden Sie Akkus nicht im Freien, nicht in feuchten Räumen und nicht an Orten, an denen sehr hohe Temperaturen zu erwarten sind. Am besten lagern Sie sie bei 10 bis 25 °C.
  • Verwenden Sie keine defekten, beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus.

Wann sich eine Powerstation lohnt

Unser Rat: Für die meisten Haushalte ist eine Powerstation ein Zusatz, keine Pflicht. Sinnvoll sein kann sie, wenn Sie über Stunden mehr als Handy und Radio betreiben möchten, etwa Licht für mehrere Räume oder einen Laptop, und wenn Sie den Verbrauch dieser Geräte kennen.

Unser Rat: Ist jemand im Haushalt auf ein Gerät mit Strom angewiesen, zum Beispiel ein Beatmungsgerät, klären Sie die Notstromversorgung zuerst mit dem Hersteller des Geräts, dem Pflegedienst oder der Krankenkasse. Mehr dazu im Guide Notfallvorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Lassen Sie sich bei der Auswahl einer Notstromversorgung nach dem BBK von einem Fachbetrieb beraten. Soll Strom in die Hausinstallation eingespeist werden, gilt: Arbeiten an der Hausinstallation dürfen nur von Elektrofachbetrieben erfolgen.

Was Sie schon haben, reicht für die meisten Stromausfälle

Unser Rat: Eine geladene Powerbank, eine Taschenlampe mit Ersatzbatterien und ein Radio mit Batterien oder Kurbel nennt die Checkliste des BBK unter anderem für Licht, Handy und Radio. Eine Powerstation brauchen Sie dafür nicht. Kaufen Sie eine nur, wenn Sie wissen, welche Geräte Sie damit wie lange betreiben wollen, wie es das BBK vor dem Kauf rät, und halten Sie sie geladen.

Häufige Fragen

Kann eine Powerstation einen Heizlüfter oder Wasserkocher betreiben?

Wenn überhaupt, nur kurz. Geräte, die Wärme erzeugen, brauchen nach dem BBK je Gerät schnell 1500 bis 2000 Watt. Das leert auch große Speicher schnell. Gegen Kälte helfen nach dem BBK warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke; mehr dazu im Guide Wenn die Heizung ausfällt.

Darf ich die Powerstation in der Wohnung benutzen?

Die BBK-Broschüre nennt Batteriesysteme als Alternative zu herkömmlichen Notstromerzeugern, die wegen Geräusch und Abgasen nicht in Innenräumen betrieben werden dürfen. Ausdrücklich zur Nutzung in der Wohnung sagt das BBK nichts; maßgeblich ist die Anleitung Ihres Geräts. Laden Sie nach dem Umweltbundesamt möglichst an einem Ort mit Rauchmelder. Achten Sie darauf, dass nichts Brennbares in der Nähe ist, und laden Sie nicht, während Sie schlafen.

Wie oft muss ich die Powerstation nachladen?

Batteriesysteme entladen sich nach dem BBK mit der Zeit selbst und sollten regelmäßig überprüft und nachgeladen werden. Das Umweltbundesamt empfiehlt für ungenutzte Akkus ein Nachladen nach spätestens 6 Monaten. Unser Rat: Schauen Sie einmal im Monat auf den Ladestand.

Kann ich eine Powerstation mit einem Solarpanel laden?

Ob Ihr Gerät einen Solareingang hat und welches Panel passt, steht in den Angaben des Herstellers. Wie viel Sonne im deutschen Winter realistisch ist, steht im Guide Mit Solarpanel laden.

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