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Vorrat anlegen

Haltbare Lebensmittel auswählen: haltbar, fertig, kurze Kochzeit

Welche Lebensmittel in den Vorrat passen: ohne Kühlung haltbar, ohne Kochen essbar, mit wenig Energie gar. Dazu Lagerung, MHD und wann eine Dose weg muss.

Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025), der BBK-Seite „Bevorraten“ und den Seiten von ernaehrungsvorsorge.de (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung)

Das Wichtigste
  • Das BBK nennt vier Punkte für die Auswahl: haltbar ohne Kühlung, fertig ohne Kochen, kurze Kochzeit und passend für alle im Haushalt.
  • Welche Produkte geeignet sind, hängt nach dem BBK von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Unser Rat: Kaufen Sie, was Sie auch im Alltag essen.
  • Auf Tiefgekühltes ist kein Verlass: Das Beispiel von ernaehrungsvorsorge.de lässt es weg, weil ein Notfall mit Stromausfall verbunden sein kann.
  • Lagern Sie trocken, dunkel und nicht zu warm (ideal 15 bis 20 °C) und kontrollieren Sie regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum. Bombierte Dosen dürfen auf keinen Fall mehr gegessen werden.
  • Spezielle Notnahrung brauchen Sie nicht. Vieles davon steht schon in Ihrem Küchenschrank.

Die vier Punkte des BBK

Der Ratgeber des BBK sagt zuerst: Welche Produkte für Ihren Vorrat geeignet sind, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Dann nennt er vier Punkte, die bei der Zusammenstellung helfen.

Unser Rat: Gehen Sie mit diesen vier Punkten einmal durch Ihren Küchenschrank. Was mindestens einen der ersten drei Punkte erfüllt und allen im Haushalt schmeckt, ist ein guter Vorratsposten.

  • Haltbar: Essen, das nicht gekühlt werden muss, verdirbt während eines Stromausfalls nicht.
  • Fertig: Essen, das nicht gekocht werden muss, ist essbar, auch wenn der Herd nicht mehr funktioniert.
  • Kurze Kochzeit: Bei Essen, das mit wenig Energie gekocht werden kann, hält die Energie aus dem Camping-Kocher oder Grill länger.
  • Für wen ist der Vorrat? Gibt es Allergien oder Essgewohnheiten? Haben Sie Vorräte für (Klein-)Kinder und Haustiere?

Haltbar: ohne Kühlschrank

Das BBK schreibt auf seiner Seite zum Bevorraten: Essen, das nicht gekühlt werden muss, hält länger, zum Beispiel wenn aufgrund eines Stromausfalls Kühlschrank und Gefriertruhe nicht mehr funktionieren. Auch ernaehrungsvorsorge.de, das Portal der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, rechnet in seinem Beispielvorrat nicht mit tiefgekühlten Vorräten, weil mit bestimmten Notfallsituationen bisweilen auch ein Stromausfall verbunden sein kann.

Unser Rat, als Beispiele: Konserven mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Fisch oder Eintopf, H-Milch, Nudeln, Reis, Haferflocken, Knäckebrot, Zwieback, Nüsse, Trockenobst, Honig und Marmelade. Was im Kühlschrank liegt, essen Sie bei einem Stromausfall zuerst.

Fertig: essbar ohne Herd

Fällt der Strom aus, bleibt der Elektroherd aus. Deshalb rät das BBK zu Essen, das nicht gekocht werden muss. Unser Rat, als Beispiele: Knäckebrot mit Erdnussbutter, Fischkonserven, Bohnen- oder Linsensalat aus der Dose, Obstkonserven, Nüsse und Müsli mit H-Milch. Viele Eintöpfe aus der Dose kann man notfalls auch kalt essen.

Wenn Sie aufwärmen wollen: Ein Stövchen mit Teelicht kann nach dem BBK Essen aufwärmen, zum Beispiel eine Fertigsuppe, auch in Räumen. Mehr im Guide Kochen ohne Strom.

Kurze Kochzeit: Energie sparen

Wer auf Gaskocher oder Grill ausweicht, hat nur begrenzt Brennstoff. Essen, das mit wenig Energie gekocht werden kann, ist deshalb nach dem BBK hilfreich, so hält die wertvolle Energie länger. Einen Camping-Kocher mit Gaskartusche oder einen Grill sollten Sie nach dem BBK nur im Freien nutzen.

Unser Rat, als Beispiele: Couscous und feine Haferflocken, die nur in heißem Wasser quellen müssen, dünne Nudeln, Instant-Kartoffelpüree und Fertigsuppen. Reis und dicke Nudeln brauchen dagegen länger. Wie Sie den Kocher sicher nutzen, steht im Guide Campingkocher sicher nutzen.

Was Sie gern essen

ernaehrungsvorsorge.de rät: Denken Sie bei der Planung Ihrer individuellen Vorratshaltung an die Essgewohnheiten und geschmacklichen Vorlieben Ihrer Familienmitglieder. Das BBK schreibt: Eine Orientierung an dem alltäglichen Lebensmittelverbrauch kann helfen, um den eigenen Bedarf zu ermitteln.

Unser Rat: Ein Vorrat, den niemand mag, wird nicht gegessen und verdirbt. Kaufen Sie die Konserven und Trockenwaren, die Sie im Alltag ohnehin verwenden, dann können Sie sie auch regelmäßig verbrauchen und nachkaufen. Wie viel Sie brauchen, steht im Guide Lebensmittelvorrat anlegen.

Richtig lagern

Als Lagermöglichkeit nennt ernaehrungsvorsorge.de unter anderem einen Speiseschrank oder eine Speisekammer: 15 bis 20 °C, bis 70 % relative Luftfeuchte, belüftbar und dunkel. „Trocken lagern“ heißt: an einem trockenen Ort bei maximal 70 % relativer Luftfeuchte. „Vor Wärme schützen“ heißt: nicht in unmittelbarer Nähe einer Wärmequelle wie Heizung oder direkter Sonne.

Unser Rat: Ein Schrank in einem kühlen Raum reicht, ein Keller ist nicht nötig. Stellen Sie den Vorrat nicht neben Heizung oder Herd. Beachten Sie die Lagerhinweise auf der Packung.

Haltbarkeit prüfen

ernaehrungsvorsorge.de rät: Regelmäßig das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bei verpacktem Lagergut kontrollieren und Lebensmittel rechtzeitig verbrauchen. Neue Vorräte immer nach hinten bzw. unten stellen und zunächst ältere Ware verbrauchen.

Eine Warnung ist wichtig: Konservendosen, die „bombiert“ sind, das heißt Boden oder Deckel sind nach außen hin gewölbt, lassen auf einen verdorbenen Inhalt schließen. Ihr Inhalt darf auf keinen Fall mehr verzehrt werden. Von Schimmel befallene Waren sollten Sie nach ernaehrungsvorsorge.de sofort aus dem Vorrat entfernen.

Notnahrung müssen Sie nicht kaufen

Unser Rat: Spezielle Notnahrung oder Langzeitpakete brauchen Sie nicht. Das BBK sagt: Welche Produkte geeignet sind, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Als Beispiele nennt es ganz normale Produkte wie Konserven, Trockenfrüchte, Nüsse, Zwieback und Müsliriegel. Solche Lebensmittel aus dem Supermarkt passen in den Alltag, sodass Sie sie verbrauchen und nachkaufen können.

Häufige Fragen

Welche Lebensmittel eignen sich für den Notvorrat?

Nach dem BBK solche, die nicht gekühlt werden müssen, die ohne Kochen essbar sind oder mit wenig Energie gar werden, und die zu allen im Haushalt passen. Unser Rat: zum Beispiel Konserven, Nudeln, Haferflocken, Knäckebrot, Nüsse und H-Milch.

Gehört Tiefgekühltes in den Vorrat?

Verlassen Sie sich nicht darauf. ernaehrungsvorsorge.de berücksichtigt in seinem Beispiel keine tiefgekühlten Vorräte, weil mit bestimmten Notfallsituationen auch ein Stromausfall verbunden sein kann. Unser Rat: Essen Sie bei einem Stromausfall zuerst, was im Kühlschrank liegt.

Woran erkenne ich, dass eine Konserve verdorben ist?

Laut ernaehrungsvorsorge.de lassen bombierte Dosen, bei denen Boden oder Deckel nach außen gewölbt sind, auf einen verdorbenen Inhalt schließen. Ihr Inhalt darf auf keinen Fall mehr verzehrt werden.

Brauche ich spezielle Notnahrung mit langer Haltbarkeit?

Unser Rat: Nein. Das BBK nennt vor allem Eigenschaften (haltbar, fertig, kurze Kochzeit) und als Beispiele ganz normale Produkte wie Konserven, Trockenfrüchte, Nüsse, Zwieback und Müsliriegel. Lebensmittel aus dem normalen Einkauf, die Sie regelmäßig verbrauchen und nachkaufen, reichen.

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