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Vorrat anlegen

Vorsorge Schritt für Schritt: jede Vorbereitung zählt

Warum ein Vorrat für 3 Tage schon viel hilft, wie Sie ihn beim normalen Einkauf auf 10 Tage ausbauen und womit Sie sinnvoll anfangen.

Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025) und der BBK-Seite „Bevorraten“

Das Wichtigste
  • Das BBK empfiehlt: Alle Haushalte sollten sich möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr.
  • Darauf können Sie nach dem BBK schrittweise aufbauen. Dabei gilt: Jede Vorbereitung ist wertvoll.
  • Ein einfacher Weg, den das BBK „lebenden Vorrat“ nennt: bei jedem Einkauf etwas mehr mitnehmen, im Alltag verbrauchen und nachkaufen.
  • Prüfen Sie nach dem BBK, was für Ihre Situation angemessen ist. Manches können Sie mit anderen zusammen anschaffen und teilen.
  • Sie müssen nicht alles auf einmal kaufen. Vieles, was auf der Checkliste steht, haben Sie wahrscheinlich schon.

3 Tage als Anfang, 10 Tage als Ziel

Der Ratgeber des BBK nennt ein klares Ziel: Alle Haushalte sollten sich möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Das bedeutet: Wasser und Essen, medizinische Versorgung und Hygiene für den Notfall sicherzustellen.

Gleich danach steht der Satz, der den Anfang leicht macht: Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen. Dabei gilt: Jede Vorbereitung ist wertvoll. Auf der Checkliste stehen für Trinkwasser und haltbare Lebensmittel die Stufen 3, 5, 7 und 10 Tage zum Abhaken.

Zuerst schauen, was schon da ist

Die Checkliste des BBK beginnt mit einem Hinweis: Ihre Bedürfnisse sind je nach Lebenssituation unterschiedlich. Prüfen Sie, was für Ihre Situation angemessen ist.

Unser Rat: Gehen Sie die Checkliste des BBK einmal mit Stift durch und haken Sie ab, was Sie schon haben. Taschenlampe, Kerzen und Feuerzeug, warme Kleidung und Decken, Pflaster und Schmerzmittel, Seife und Toilettenpapier sind in vielen Haushalten vorhanden. Was dann noch fehlt, ist meist eine kürzere Liste, als Sie denken.

Den Vorrat beim Einkauf mitwachsen lassen

Das BBK beschreibt mit dem „lebenden Vorrat“ einen Weg, der ohne großen Einkauf auskommt. Kaufen: Bei jedem Einkauf immer etwas zusätzlich mitnehmen, zum Beispiel ein bis zwei Packungen Nudeln mehr, als Sie gerade im Alltag benötigen. So bauen Sie allmählich einen Vorrat auf.

Verbrauchen: Produkte regelmäßig im Alltag verbrauchen und dabei Lebensmittel, die zuerst ablaufen, bevorzugt verwenden. Erneuern: Verbrauchte Produkte bei einem der nächsten Einkäufe nachkaufen. Wer lieber einmal einen größeren Vorrat anlegt, sollte nach dem BBK regelmäßig auf Haltbarkeit prüfen, zum Beispiel einmal im Jahr zu einem bestimmten Datum. Welche Lebensmittel sich eignen, steht im Guide Haltbare Lebensmittel auswählen.

Eine sinnvolle Reihenfolge

Eine feste Reihenfolge nennt das BBK nicht. Unser Vorschlag, wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen:

Wasser steht vorn, weil Trinkwasser laut BBK wichtiger ist als Essen: idealerweise 2 Liter pro Person und Tag. Mehr im Guide Wasservorrat anlegen.

  • Schritt 1: Wasser und haltbares Essen für 3 Tage.
  • Schritt 2: Licht und Information ohne Strom: Taschenlampe mit Ersatzbatterien, ein Radio, das ohne Steckdose läuft, die Warn-App NINA.
  • Schritt 3: Hausapotheke und persönliche Medikamente.
  • Schritt 4: wichtige Dokumente in einer Mappe und ein Notgepäck.
  • Schritt 5: den Vorrat Stück für Stück auf 5, 7 und 10 Tage ausbauen.

Wissen zählt so viel wie Vorrat

Nicht jede Vorbereitung kostet Geld. Das BBK rät, eine Warn-App herunterzuladen, zum Beispiel die Warn-App NINA, und sich über Fluchtwege zu informieren, zu Hause, am Arbeitsplatz und auch in fremden Umgebungen.

In einem Erste-Hilfe-Kurs kann man nach dem BBK lebensrettende Maßnahmen lernen und üben. Liegt Ihr letzter Kurs schon einige Zeit zurück, rät das BBK, die Kenntnisse aufzufrischen. Auch eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste mit wichtigen Nummern hilft, wenn Sie nicht auf Ihre digital gespeicherten Kontakte zugreifen können.

Gemeinsam anschaffen und teilen

Auf der Checkliste steht auch dieser Satz: Außerdem kann es sinnvoll sein, Dinge mit anderen zusammen anzuschaffen und zu teilen.

Unser Rat: Eine Leiter, ein Werkzeugkoffer oder ein Camping-Kocher muss nicht in jeder Wohnung eines Hauses stehen. Sprechen Sie mit Familie oder Nachbarn darüber, wer was hat. Wie das gehen kann, steht im Guide Gemeinsam vorsorgen.

Warum sich jeder Schritt lohnt

Das BBK nennt drei Gründe, warum Vorbereitung in einer extremen Situation hilft: Sie wissen, was zu tun ist, und können dadurch ruhiger bleiben. Sie können sich und andere versorgen, bis Hilfe eintrifft. Sie entlasten Rettungskräfte. Die können dann Menschen unterstützen, die sich nicht selbst helfen können.

Unser Rat: Nehmen Sie sich einen Schritt pro Monat vor. Nach etwa fünf Monaten haben Sie einen Vorrat, der zu Ihrem Haushalt passt, und haben dafür nie einen großen Einkauf gemacht.

Nicht alles auf einmal kaufen

Das BBK sagt es selbst: Auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr, und jede Vorbereitung ist wertvoll. Unser Rat: Fangen Sie mit dem an, was Sie zu Hause haben, und kaufen Sie bei den normalen Einkäufen nach und nach etwas mehr. Ein Komplettpaket brauchen Sie nicht.

Häufige Fragen

Wie viele Tage Vorrat empfiehlt das BBK?

Alle Haushalte sollten sich nach dem BBK möglichst 10 Tage selbst versorgen können. Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.

Womit fange ich an?

Unser Vorschlag: mit Wasser und haltbarem Essen für 3 Tage. Trinkwasser ist laut BBK wichtiger als Essen, idealerweise 2 Liter pro Person und Tag. Danach Licht, ein Radio ohne Steckdose und die Hausapotheke.

Muss ich dafür viel Geld auf einmal ausgeben?

Nein. Das BBK beschreibt einen Weg über den Alltag: bei jedem Einkauf etwas zusätzlich mitnehmen, zum Beispiel ein bis zwei Packungen Nudeln, die Produkte im Alltag verbrauchen und nachkaufen. So bauen Sie allmählich einen Vorrat auf.

Wie oft sollte ich den Vorrat prüfen?

Das BBK rät beim einmal angelegten Vorrat, regelmäßig auf Haltbarkeit zu prüfen, zum Beispiel einmal im Jahr zu einem bestimmten Datum. Bald ablaufende Produkte können dann verbraucht werden. Beim lebenden Vorrat verbrauchen Sie zuerst, was zuerst abläuft.

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