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Für alle im Haushalt

Gemeinsam vorsorgen: Nachbarschaft und Familie

Was das BBK zu gegenseitiger Hilfe sagt: Absprachen in der Familie, mit den Nachbarn reden, Warnungen weitergeben, Dinge teilen und an andere denken.

Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025) und der BBK-Broschüre „Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe“

Das Wichtigste
  • Gegenseitige Unterstützung in Familie und Freundeskreis hilft nach dem BBK, mit herausfordernden Situationen zurechtzukommen.
  • Sprechen Sie Ihre Nachbarn an, rät das BBK: Vielleicht benötigen diese Hilfe oder können Ihnen helfen. Eine Liste wichtiger Nummern auf Papier gehört dazu.
  • Geben Sie amtliche Warnungen weiter: Vielleicht haben nicht alle die Information erhalten.
  • Manches lässt sich nach dem BBK mit anderen zusammen anschaffen und teilen.
  • Das Wichtigste daran kostet nichts: ein Gespräch, bevor etwas passiert.

Warum gemeinsam besser ist

Das BBK schreibt: Gegenseitiges Verständnis und die Unterstützung innerhalb der Familie und im Freundeskreis helfen dabei, mit herausfordernden Situationen zurechtzukommen, anderen Betroffenen, aber auch Ihnen selbst.

Gegenseitige Hilfe gibt Ihnen nach dem BBK in einer Krise das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Dadurch fühlen Sie sich weniger hilflos und ohnmächtig. Wer vorbereitet ist, kann nach dem BBK sich und andere versorgen, bis Hilfe eintrifft, und entlastet die Rettungskräfte. Mehr dazu im Guide Mit Ängsten und Sorgen umgehen.

In der Familie absprechen

Eine ausgedruckte oder handschriftliche Liste mit wichtigen Nummern hilft nach dem BBK, wenn Sie nicht auf Ihre digital gespeicherten Kontakte zugreifen können. Es ist außerdem hilfreich zu wissen, wo Sie sich im Notfall vor Ort informieren können, zum Beispiel Rathäuser oder Notfalltreffpunkte.

Unser Rat: Sprechen Sie in der Familie ab, wer wen anruft, wer Kinder abholt, wenn Telefon und Internet ausfallen, und wo Sie sich treffen, wenn Sie nicht nach Hause können. Schreiben Sie das auf die Nummernliste und legen Sie eine Kopie ins Notgepäck. Ein fester Treffpunkt, zum Beispiel bei Verwandten in der Nähe, erspart viel Suchen.

Mit den Nachbarn reden

In seiner Broschüre zum Stromausfall rät das BBK: Sprechen Sie Ihre Nachbarn an. Vielleicht benötigen diese Hilfe oder können Ihnen helfen. Im Ratgeber rät das BBK besonders Menschen, die im Alltag Unterstützung brauchen: Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld (Nachbarschaft, Familie, Freundeskreis) darüber, wie man Sie in einer Notsituation unterstützen kann.

Unser Rat: Ein Gespräch im Treppenhaus reicht für den Anfang. Tauschen Sie Telefonnummern aus und fragen Sie, wer im Haus allein lebt, wer schlecht zu Fuß ist und wer einen Ersatzschlüssel bei jemandem lassen möchte.

Warnungen weitergeben

Das BBK rät: Geben Sie amtliche Warnungen weiter, an Nachbarschaft, Freundeskreis und Familie. Vielleicht haben nicht alle die Information erhalten. Bei einem Stromausfall oder einem Ausfall des Mobilfunknetzes funktionieren nach dem BBK viele Warnkanäle nicht.

Unterstützen Sie andere, indem Sie die Informationen der Behörden weitergeben, so steht es im Ratgeber. Unser Rat: Geben Sie nur weiter, was von einer Behörde stammt, und sagen Sie dazu, woher die Nachricht kommt. Wie Sie Falschmeldungen erkennen, steht im Guide Falschmeldungen erkennen.

An Menschen denken, die Unterstützung brauchen

Für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt das BBK einen Tipp: Informieren Sie sich über Fluchtwege. Wenn Sie diese nicht nutzen können: Überlegen Sie, wer Sie wie unterstützen kann.

Unser Rat: Wenn Sie in Ihrem Haus jemanden kennen, der einen Rollstuhl nutzt, schlecht hört oder auf Strom für ein medizinisches Gerät angewiesen ist, sprechen Sie vorher ab, wie Sie helfen können. Mehr im Guide Menschen mit Beeinträchtigungen.

Teilen statt doppelt kaufen

Auf der Checkliste des BBK steht: Außerdem kann es sinnvoll sein, Dinge mit anderen zusammen anzuschaffen und zu teilen.

Unser Rat: Das passt zu Dingen, die man selten braucht, etwa einer Leiter, einem Werkzeugkoffer oder einem Camping-Kocher, den Sie laut BBK nur im Freien nutzen sollten. Persönliche Medikamente, Wasser und Essen für Ihren eigenen Haushalt sollten Sie dagegen selbst vorrätig haben. Wie Sie Schritt für Schritt vorsorgen, steht im Guide Vorsorge Schritt für Schritt.

Hilfe bei einem längeren Stromausfall

Bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung können Sie nach dem BBK erfragen, welche Hilfsangebote für Bürger bei einem längeren Stromausfall vorgesehen sind und wo Sie einen Notruf absetzen können, wenn das Telefonnetz ausfällt.

Unser Rat: Schreiben Sie die Antworten Ihrer Gemeinde auf die Nummernliste im Notgepäck, damit alle im Haushalt wissen, wohin sie gehen können. Wie Sie ohne Handy und Internet informiert bleiben, steht im Guide Informiert bleiben, wenn Handy und Internet ausfallen.

Wenn es brennt: die Nachbarschaft warnen

Auch bei einem Brand denkt das BBK an die anderen. Zu den Schritten gehören: Warnen und helfen Sie Personen in Ihrem Haushalt. Verlassen Sie das Gebäude. Flüchten Sie niemals durch verrauchte Räume oder Treppenhäuser. Schon wenige Atemzüge Brandrauch sind lebensgefährlich. Sollten die Fluchtwege verraucht sein, machen Sie sich lautstark an einem Fenster bemerkbar. Rufen Sie die Feuerwehr unter 112. Warnen Sie Ihre Nachbarschaft. Es gilt immer: Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr.

Mehr zu Brandschutz und Rauchwarnmeldern im Guide Brandschutz zu Hause. Im Notfall: 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst) oder 110 (Polizei).

Ein Gespräch kostet nichts

Unser Rat: Das Wirksamste an gemeinsamer Vorsorge ist kein Gerät, sondern eine Absprache. Tauschen Sie mit Familie und Nachbarn Nummern aus, schreiben Sie sie auf Papier und klären Sie, wer wem hilft. Das BBK rät: Sprechen Sie Ihre Nachbarn an. Vielleicht benötigen diese Hilfe oder können Ihnen helfen.

Häufige Fragen

Was sollte ich mit meinen Nachbarn absprechen?

Das BBK rät: Sprechen Sie Ihre Nachbarn an. Vielleicht benötigen diese Hilfe oder können Ihnen helfen. Unser Rat: Telefonnummern austauschen, fragen, wer allein lebt oder Hilfe braucht, und klären, wer was hat, etwa eine Leiter oder einen Camping-Kocher.

Soll ich Warnungen an andere weiterleiten?

Ja, amtliche Warnungen. Das BBK rät: Geben Sie amtliche Warnungen weiter, an Nachbarschaft, Freundeskreis und Familie. Vielleicht haben nicht alle die Information erhalten. Unser Rat: Sagen Sie dazu, von welcher Behörde die Warnung stammt.

Kann man Notfallausrüstung mit anderen teilen?

Das BBK hält es für sinnvoll, Dinge mit anderen zusammen anzuschaffen und zu teilen. Unser Rat: Teilen Sie selten gebrauchte Dinge. Wasser, Essen und persönliche Medikamente gehören in jeden Haushalt selbst.

Wo bekomme ich Hilfe, wenn Telefon und Internet ausfallen?

Wenn die Notrufnummern 110 und 112 nicht mehr funktionieren, gehen Sie nach dem BBK bei einem Notfall, wenn möglich, zur nächsten Polizeiwache oder ins Krankenhaus. Bei Ihrer Gemeinde können Sie vorher erfragen, wo es im Notfall Anlaufstellen gibt.

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