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Notgepäck und Dokumente

Bargeld für den Notfall

Warum das BBK Bargeld zu Hause und im Notgepäck empfiehlt, was bei Stromausfall mit Karte und Geldautomat passiert und wie viel Sie einplanen können.

Von Tom Calder · Aktualisiert am 2. November 2026 · Nach dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025), den BBK-Seiten „Vorsorge und Handeln bei Stromausfall“ und „Notgepäck“ sowie Seiten der Deutschen Bundesbank zu Not- und Krisenfällen im Bargeldverkehr

Das Wichtigste
  • Ohne Strom oder IT-Systeme fallen nach dem BBK elektronische Zahlungssysteme aus. Abhebungen am Geldautomaten und das Bezahlen per Karte oder Handy funktionieren dann nicht mehr.
  • Die Checkliste des BBK nennt Bargeld zweimal: im Notgepäck und zusätzlich zum Notgepäck im Vorrat zu Hause.
  • Einen bestimmten Betrag nennt das BBK nicht. Unser Rat: so viel, wie Ihr Haushalt für einige Tage Einkäufe braucht, in kleinen Scheinen und Münzen.
  • Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank für Bargeld zuständig, sagte 2022, Bargeld sei das einzige Zahlungsmittel, das in Notfällen auch ohne technische Hilfsmittel funktioniere.
  • Dafür müssen Sie nichts kaufen: Es reicht, einen Teil Ihres Geldes bar und an einem sicheren Ort zu haben.

Warum Bargeld auf der Checkliste steht

Der Ratgeber des BBK beschreibt, was bei einem Stromausfall im Alltag ausfällt. Zum Zahlungsverkehr heißt es: Ohne Strom oder IT-Systeme fallen elektronische Zahlungssysteme aus. Abhebungen an Bankautomaten und das Bezahlen per Karte oder Handy funktionieren nicht mehr.

Es muss nicht immer ein Stromausfall sein. Cyberangriffe können nach dem BBK die IT-Systeme stören, die wir im Alltag brauchen, zum Beispiel in Krankenhäusern, Versorgungswerken oder Supermärkten. Auf seiner Seite zum Stromausfall rät das BBK: Denken Sie daran, Bargeld zur Verfügung zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.

Zweimal auf der Liste: zu Hause und im Notgepäck

Die Checkliste des BBK nennt Bargeld an zwei Stellen. In der Liste für das Notgepäck steht Bargeld, und unter „Sonstiges“ steht: Bargeld (zusätzlich zu Notgepäck).

Auf seiner Seite zum Notgepäck nennt das BBK außerdem Dinge, die Sie im Notfall nicht vergessen sollen, aber nicht vorbereitend packen können, darunter Personalausweis oder Reisepass sowie Bargeld und Geldkarten. Unser Rat: Teilen Sie Ihre Reserve auf, einen kleinen Teil im Notgepäck, den Rest zu Hause. Wie Sie das Notgepäck packen, steht im Guide Notgepäck packen.

Wie viel Bargeld?

Einen Betrag nennen weder der Ratgeber noch die Seiten des BBK, die wir gelesen haben. Nach unserer Einschätzung hat das einen Grund: Wie viel ein Haushalt braucht, hängt davon ab, wie viele Menschen dort leben und wie gut der Vorrat schon ist.

Unser Rat: Rechnen Sie mit dem, was Sie in einigen Tagen für Lebensmittel, Medikamente und andere Einkäufe ausgeben würden, wenn Sie nicht mit Karte zahlen können. Wer einen guten Vorrat für 10 Tage hat, wie ihn das BBK empfiehlt, braucht weniger Bargeld als ein Haushalt ohne Vorrat. Fangen Sie klein an und bauen Sie die Reserve schrittweise auf.

Kleine Scheine und Münzen

Unser Rat: Halten Sie die Reserve in kleinen Scheinen und Münzen. Wenn Kassen und Kartenlesegeräte ausfallen, kann es schwierig sein, auf einen großen Schein herauszugeben. Mit passenden Beträgen kommen Sie leichter durch.

Prüfen Sie die Reserve, wenn Sie den Vorrat durchgehen, und füllen Sie auf, was Sie im Alltag daraus genommen haben. So bleibt sie vollständig, ohne dass Sie extra daran denken müssen.

Sicher aufbewahren

Unser Rat: Bewahren Sie das Bargeld an einem Ort auf, den die Erwachsenen im Haushalt kennen, und nicht offen sichtbar. Ein guter Ort ist bei den wichtigen Dokumenten. Für diese rät das BBK, sie in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter zu verwahren, weil sie bei einem Brand oder Hochwasser verloren gehen können.

Klären Sie bei größeren Beträgen mit Ihrer Hausratversicherung, bis zu welcher Höhe Bargeld zu Hause versichert ist; das regelt Ihr Vertrag. Mehr zur Dokumentenmappe im Guide Wichtige Dokumente sichern.

Was die Bundesbank zur Bargeldversorgung sagt

Die Deutsche Bundesbank schreibt, dass die jederzeitige Auszahlungsfähigkeit ihrer Filialen in Not- und Krisenzeiten gewährleistet ist. Zugleich stellt sie klar, dass sie die unmittelbare Versorgung der Verbraucher mit Bargeld nicht darstellen kann. Die Auszahlung von Banknoten an Verbraucher obliegt in Deutschland der Kreditwirtschaft.

Für Sie heißt das: Ihr Bargeld bekommen Sie wie immer von Ihrer Bank oder Sparkasse, nicht von der Bundesbank. Johannes Beermann, im Vorstand der Bundesbank für Bargeld zuständig, sagte 2022, Bargeld sei das einzige Zahlungsmittel, das in Notfällen auch ohne technische Hilfsmittel funktioniere. Unser Rat: Heben Sie die Reserve in ruhigen Zeiten ab, nicht erst, wenn eine Störung schon begonnen hat.

Nichts kaufen, nur einen Teil bar halten

Unser Rat: Für diese Vorsorge müssen Sie nichts kaufen. Heben Sie in ruhigen Zeiten etwas Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen ab, legen Sie einen kleinen Teil ins Notgepäck und bewahren Sie den Rest sicher zu Hause auf. So sieht es die Checkliste des BBK vor: Bargeld im Notgepäck und zusätzlich zu Hause.

Häufige Fragen

Wie viel Bargeld sollte ich zu Hause haben?

Das BBK nennt keinen Betrag. Unser Rat: so viel, wie Ihr Haushalt in einigen Tagen für Lebensmittel, Medikamente und andere Einkäufe braucht, wenn Karte und Geldautomat nicht funktionieren. Mit einem guten Vorrat brauchen Sie weniger.

Funktioniert der Geldautomat bei Stromausfall?

Nein, davon geht das BBK aus: Ohne Strom oder IT-Systeme fallen elektronische Zahlungssysteme aus; Abhebungen an Bankautomaten und das Bezahlen per Karte oder Handy funktionieren nicht mehr.

Gehört Bargeld ins Notgepäck?

Ja. Die Liste des BBK für das Notgepäck nennt Bargeld, und die Checkliste nennt Bargeld zusätzlich zum Notgepäck. Unser Rat: einen kleinen Teil ins Notgepäck, den Rest an einen sicheren Ort zu Hause.

Brauche ich einen Tresor für die Bargeldreserve?

Unser Rat: Nein, ein Tresor ist nicht nötig. Wählen Sie einen Ort, den die Erwachsenen im Haushalt kennen, gern bei den wichtigen Dokumenten. Für diese rät das BBK zu einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter.

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