Notvorrat bei Hochwasser und Starkregen
Das BBK schreibt: „Bei Hochwasser, Starkregen, Sturz- oder Sturmfluten bieten höher gelegene Bereiche oder Stockwerke den besten Schutz. Betreten Sie auf keinen Fall den Keller.“ Bei Hochwasser schalten die Stromversorger den Strom in überschwemmten Gebieten ab, und wo Leitungen zerstört wurden, kann es mehrere Tage und Wochen dauern, bis er zurück ist. Sagen Sie uns, wer bei Ihnen wohnt: Sie bekommen die BBK-Checkliste mit der Wassermenge für Ihren Haushalt und die Punkte, die BBK und Deutscher Wetterdienst für Hochwasser und Starkregen nennen. Sandsäcke stehen nicht darauf: Dazu gibt es auf den amtlichen Seiten, die wir nutzen, keine Anleitung.
Zum Ratgeber: Hochwasser und Starkregen: nach oben gehen, den Keller nicht betreten →
Ihr Haushalt
Wasser: 20 Liter pro Person für 10 Tage (laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“). Denken Sie auch an Ihre Haustiere: Eine Wassermenge für Tiere nennt der Ratgeber nicht.
Die amtliche Checkliste
Die Liste aus dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“.
- Trinkwasser40 Liter für 2 Personen
- Haltbare Lebensmittel für alle im Haushalt10 Tage für 2 Personen
- Eine Kochstelle, die ohne Strom funktioniert, etwa ein Campingkocher oder Gasgrill
- Brennstoff für diese Kochstelle, zum Beispiel Gas
- Solar- oder Batterieradio samt Batterien oder ein KurbelradioDas BBK: „Achtung Systemausfall: Bei einem Stromausfall oder einem Ausfall des Mobilfunknetzes funktionieren viele Warnkanäle nicht.“ Radiosender funktionieren dann noch.Unsere Empfehlung: Philips TAR3500 ↗Vergleichen →
- Eine Warn-App auf dem Handy, zum Beispiel NINADas BBK: „Die meisten Informationen erhalten Sie über Warn-Apps und Radio. In besonderen Gefahrenlagen wird zusätzlich über Sirenen und Handys gewarnt.“
- Eine geladene Powerbank
- Wichtige Telefonnummern, auf Papier notiert
- Taschenlampe mit ErsatzbatterienUnsere Empfehlung: Fenix PD36R V2.0 Tactical Torch ↗Vergleichen →
- Kerzen und ein Feuerzeug
- Warme Kleidung und Decken
- Schlafsäcke
- Eine Heizmöglichkeit ohne Strom, etwa Gasheizer, Petroleumofen oder Ethanolkamin
- Brennstoff für diese Heizmöglichkeit
- Ihre persönlichen Medikamente
- Schmerzmittel
- Mittel gegen Fieber
- Fieberthermometer
- Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
- Mittel gegen Erkältungsbeschwerden
- Elektrolyte, um verlorene Flüssigkeit auszugleichen
- Desinfektionsmittel für Wunden
- Desinfektionsmittel für die Haut
- Pflaster und Verbandsmaterial
- Verbandtuch für Brandwunden
- Einmalhandschuhe
- Kühlkompresse
- Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche
- Kühlendes, abschwellendes Gel für kleine Sportverletzungen
- Abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray
- Pinzette
- Schere
- Salbe für Brandwunden, Wunden und zur Heilung
- Notgepäck: warme Kleidung, Regenschutz und feste SchuheLaut BBK-Notgepäck: „Warme Kleidung, Regenschutz und feste Schuhe“, auf der BBK-Seite auch Gummistiefel.
- Notgepäck: Kleidung zum Wechseln
- Notgepäck: Material für die Erste Hilfe
- Notgepäck: Ihre persönlichen Medikamente
- Notgepäck: eine geladene Powerbank
- Notgepäck: Hygieneartikel
- Notgepäck: haltbare Lebensmittel und eine Trinkflasche zum Nachfüllen
- Notgepäck: eine Mappe mit den wichtigen DokumentenDas BBK rät, die Dokumente „in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter“ zu verwahren und die Mappe griffbereit an einem Ort aufzubewahren, den alle im Haushalt kennen.
- Notgepäck: Schlafsack oder Decke
- Notgepäck: Essgeschirr
- Notgepäck: Taschenmesser und Dosenöffner
- Notgepäck: Taschenlampe
- Notgepäck: Radio mit Batterien oder Solarzelle oder ein Kurbelradio
- Notgepäck: Feuerzeug oder Streichhölzer
- Notgepäck: Sonnencreme und eine Kopfbedeckung
- Notgepäck: Notizblock und Stift
- Notgepäck: Arbeitshandschuhe
- Notgepäck: Ersatz für Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät
- Notgepäck: Bargeld
- Rauchmelder
- Feuerlöscher oder Feuerlöschspray
- Kohlenmonoxid-Melder
- Zahnpasta und Zahnbürsten
- Seife
- Persönliche Hygieneartikel, etwa für die Periode oder Windeln
- Müllbeutel, auch große, stabile, die man in die Toilette hängen kann
- Toilettenpapier
- Desinfektionsmittel
- Waschmittel
- Feuchttücher
- Haushaltspapier
- Haushaltshandschuhe
- Campingtoilette
- Wasserbehälter für Lösch- oder Brauchwasser
- Atemschutzmaske gegen Viren, Bakterien und gefährliche Stoffe in der Luft
- Schutzhelm gegen herumfliegende Trümmer
- Bargeld, zusätzlich zu dem im Notgepäck
Bei Hochwasser und Starkregen
Was BBK, DWD, UBA und andere amtliche Stellen für diese Situation zusätzlich nennen. Die Quelle steht in der Zeile oder im verlinkten Ratgeber.
- Bei drohendem Hochwasser: Heizung und Elektrogeräte in bedrohten Räumen sichern und den Strom für diese Räume abschaltenZum Ratgeber →
- Überschwemmte Steckdosen, Schalter, Verteiler und Geräte nie berühren und überschwemmte Räume, in denen solche Geräte sind, nicht betretenZum Ratgeber →
- Die Dokumente in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter, dazu digitale Kopien in einer Cloud, auf einer Festplatte oder einem USB-StickZum Ratgeber →
- Die Hochwasserlage auf hochwasserzentralen.de verfolgen und den Keller bei drohender Überflutung sofort verlassenZum Ratgeber →
- Auf Netzausfälle vorbereitet sein (Strom, Mobilfunk) und die Lage im Radio verfolgenZum Ratgeber →
Aus dem BBK-Ratgeber (S. 22): „Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.“ Laut Ratgeber sollten Sie mit einem „Camping-Kocher mit Gaskartusche“ oder einem „Gas- oder Holzkohle-Grill“ nur im Freien kochen.
Was noch fehlt
Haken Sie ab, was Sie schon haben, und drucken Sie dann die Liste: Abgehakte Zeilen fehlen darauf. Unsere Empfehlungen (2 Artikel) können Sie in einen Amazon-Warenkorb legen: Dort sehen Sie die Preise und können alles entfernen, was Sie nicht möchten.
Eine Erinnerung, den Vorrat zu prüfen
Zweimal im Jahr eine E-Mail, um Haltbarkeitsdaten und Batterien zu prüfen. Kein Spam.
Häufige Fragen
Warum sollen wir nicht in den Keller, um Sachen zu retten?
Das BBK erklärt es so: „Wenn der Keller geflutet wird, können Sie die Tür nicht mehr von innen öffnen. Zudem besteht Gefahr, dass Sie einen tödlichen Stromschlag erleiden. Meiden Sie Tiefgaragen, U-Bahn-Stationen und Unterführungen.“ Deshalb gehören die Dokumente vorher in einen wasserdichten Behälter, griffbereit.
Woher wissen wir, ob unser Fluss steigt?
Der Deutsche Wetterdienst verweist bei Starkregen auf www.hochwasserzentralen.de, das gemeinsame Portal der Länder. Unsere Seite zu Pegelständen erklärt, wie Sie die Zahlen lesen. Warnungen kommen laut BBK vor allem über Warn-Apps und Radio, in besonderen Lagen auch über Sirenen und Handys.
Was haben wir dafür wahrscheinlich schon?
Regenjacke, feste Schuhe oder Gummistiefel, eine Taschenlampe und ein Handy mit Warn-App. Die wichtigen Dokumente liegen meist schon in einem Ordner: Es fehlt oft nur die Mappe, die man mit einem Griff mitnehmen kann, und ein feuerfester oder wasserdichter Behälter dafür.
Wie viel Wasser sollten wir bevorraten?
Laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ idealerweise 2 Liter pro Person und Tag, für 10 Tage also 20 Liter pro Person. Der Planer rechnet das für alle in Ihrem Haushalt aus.
Warum 10 Tage?
So lange sollten sich alle Haushalte laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ möglichst selbst versorgen können. Der Ratgeber sagt auch: „Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.“ Der Planer rechnet alles für diesen Zeitraum aus.
Muss ich alles kaufen?
Nein. Der Ratgeber sagt selbst: „Prüfen Sie, was für Ihre Situation angemessen ist.“ Haken Sie ab, was Sie schon haben: Die Zeile wird durchgestrichen, der Zähler zählt nur noch, was fehlt, und auf der gedruckten Liste fehlt sie. Warme Kleidung, Dokumente und Seife sind oft schon im Haus.