PreparedGermany
Kostenloses Werkzeug

Notvorrat für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen

Das BBK schreibt: „Bei einem Notfall oder einer Katastrophe ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein – besonders, wenn Sie im Alltag Hilfsmittel oder Unterstützung benötigen. Vorbereitung muss nicht aufwendig sein. Sie ist aber oft sehr individuell.“ Dieser Planer startet mit eingeschalteter Hilfsmittel-Einstellung. Sagen Sie uns, wer bei Ihnen wohnt: Sie bekommen die BBK-Checkliste mit der Wassermenge für Ihren Haushalt, die Zeilen des Ratgebers für Menschen mit Beeinträchtigungen und die Hinweise des BBK zu Pflegediensten, Geräten und Notruf.

Zum Ratgeber: Notfallvorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen →

Ihr Haushalt

Erwachsene
2
Kinder
0
Haustiere
0
40Liter Wasser
10 TageLebensmittel für 2 Personen
81Posten fehlen noch

Wasser: 20 Liter pro Person für 10 Tage (laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“). Denken Sie auch an Ihre Haustiere: Eine Wassermenge für Tiere nennt der Ratgeber nicht.

Die amtliche Checkliste

Die Liste aus dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“.

  • Trinkwasser40 Liter für 2 Personen
  • Haltbare Lebensmittel für alle im Haushalt10 Tage für 2 Personen
  • Eine Kochstelle, die ohne Strom funktioniert, etwa ein Campingkocher oder Gasgrill
  • Brennstoff für diese Kochstelle, zum Beispiel Gas
  • Solar- oder Batterieradio samt Batterien oder ein KurbelradioUnsere Empfehlung: Philips TAR3500 ↗Vergleichen →
  • Eine Warn-App auf dem Handy, zum Beispiel NINA
  • Eine geladene Powerbank
  • Wichtige Telefonnummern, auf Papier notiertDer BBK-Ratgeber nennt zusätzlich eine „Liste mit Notfallkontakten“.
  • Kerzen und ein Feuerzeug
  • Warme Kleidung und Decken
  • Schlafsäcke
  • Eine Heizmöglichkeit ohne Strom, etwa Gasheizer, Petroleumofen oder Ethanolkamin
  • Brennstoff für diese Heizmöglichkeit
  • Ihre persönlichen MedikamenteDer BBK-Ratgeber: „Wenn Sie regelmäßig auf Medikamente angewiesen sind, ist ein Vorrat für mindestens zehn Tage sinnvoll.“
  • Schmerzmittel
  • Mittel gegen Fieber
  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
  • Mittel gegen Erkältungsbeschwerden
  • Elektrolyte, um verlorene Flüssigkeit auszugleichen
  • Desinfektionsmittel für Wunden
  • Desinfektionsmittel für die Haut
  • Pflaster und Verbandsmaterial
  • Verbandtuch für Brandwunden
  • Einmalhandschuhe
  • Kühlkompresse
  • Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche
  • Kühlendes, abschwellendes Gel für kleine Sportverletzungen
  • Abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray
  • Pinzette
  • Schere
  • Salbe für Brandwunden, Wunden und zur Heilung
  • Notgepäck: warme Kleidung, Regenschutz und feste Schuhe
  • Notgepäck: Kleidung zum Wechseln
  • Notgepäck: Material für die Erste Hilfe
  • Notgepäck: Ihre persönlichen Medikamente
  • Notgepäck: eine geladene Powerbank
  • Notgepäck: Hygieneartikel
  • Notgepäck: haltbare Lebensmittel und eine Trinkflasche zum Nachfüllen
  • Notgepäck: eine Mappe mit den wichtigen Dokumenten
  • Notgepäck: Schlafsack oder Decke
  • Notgepäck: Essgeschirr
  • Notgepäck: Taschenmesser und Dosenöffner
  • Notgepäck: Taschenlampe
  • Notgepäck: Radio mit Batterien oder Solarzelle oder ein Kurbelradio
  • Notgepäck: Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Notgepäck: Sonnencreme und eine Kopfbedeckung
  • Notgepäck: Notizblock und Stift
  • Notgepäck: Arbeitshandschuhe
  • Notgepäck: Ersatz für Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät
  • Notgepäck: Bargeld
  • RauchmelderDas BBK: „Menschen mit Höreinschränkungen können sich Rauchmelder mit Vibrations- und Lichtalarm installieren.“
  • Feuerlöscher oder Feuerlöschspray
  • Kohlenmonoxid-Melder
  • Zahnpasta und Zahnbürsten
  • Seife
  • Persönliche Hygieneartikel, etwa für die Periode oder Windeln
  • Müllbeutel, auch große, stabile, die man in die Toilette hängen kann
  • Toilettenpapier
  • Desinfektionsmittel
  • Waschmittel
  • Feuchttücher
  • Haushaltspapier
  • Haushaltshandschuhe
  • Campingtoilette
  • Wasserbehälter für Lösch- oder Brauchwasser
  • Atemschutzmaske gegen Viren, Bakterien und gefährliche Stoffe in der Luft
  • Schutzhelm gegen herumfliegende Trümmer
  • Bargeld, zusätzlich zu dem im Notgepäck

Für Ihren Haushalt

Was der amtliche Ratgeber zusätzlich für Haustiere nennt und für Menschen, die im Alltag Hilfsmittel oder Unterstützung brauchen.

  • Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät
  • Ersatzbatterien, Ersatzakkus und Ladegeräte für technische HilfsmittelZu medizinischen Geräten wie CPAP-Geräten schreibt das Bezirksamt Neukölln: Wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, um die vorsorgliche Bereitstellung eines Ersatz- oder Zusatzakkus zu prüfen. „Dies ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, da Strom- und Telekommunikationsausfälle zeitlich und räumlich nicht vorhersehbar sind.“
  • Mobilitätshilfen, falls Sie schnell aus dem Haus müssen
  • Medikamentenplan und ein Vorrat der nötigen MedikamenteDer BBK-Ratgeber: „Medikamentenplan und ein Vorrat an notwendigen Medikamenten (Haltbarkeit und Lagerung beachten)“.
  • Genug Futter und Wasser für ein Assistenztier
  • NotfallausweisDas BBK: Mit einem Notfallausweis können Sie zeigen, welche Art der Kommunikation Sie benutzen; hier stehen auch Krankheiten, Allergien, Hilfsmittel und Notfallkontakte. Es gibt ihn bei Hausärzten, Krankenkassen, Rettungsdiensten oder Sozialverbänden, und viele Smartphones haben einen digitalen Notfallausweis, der auch bei gesperrtem Bildschirm zu öffnen ist.

Bei Pflege, Hilfsmitteln und medizinischen Geräten

Was BBK, DWD, UBA und andere amtliche Stellen für diese Situation zusätzlich nennen. Die Quelle steht in der Zeile oder im verlinkten Ratgeber.

  • Beim Pflegedienst fragen, ob und wie die Leistung bei einem längeren Stromausfall aufrechterhalten wird; bei einem Pflegeheim nach Notstromplanungen fragenZum Ratgeber →
  • Wissen, was zu tun ist, wenn ein lebenswichtiges Gerät ausfällt: bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen; ist das nicht möglich, sofort persönliche Hilfe im direkten Umfeld suchen, damit der Rettungsdienst alarmiert wirdZum Ratgeber →
  • Die Notruf-App nora eingerichtet (Notruf ohne Sprechen) oder wissen, dass ein Notruf-Fax an 110 oder 112 möglich istZum Ratgeber →
  • Stift und Papier, um sich bei Bedarf schriftlich mit Einsatzkräften zu verständigenZum Ratgeber →
  • Mit Nachbarschaft, Familie und Freundeskreis besprochen, wer Sie in einer Notsituation wie unterstützt, und falls Sie die Fluchtwege nicht nutzen können, wer Ihnen dann hilftZum Ratgeber →
Gefahren beim Kochen und Heizen ohne Strom

Aus dem BBK-Ratgeber (S. 22): „Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.“ Laut Ratgeber sollten Sie mit einem „Camping-Kocher mit Gaskartusche“ oder einem „Gas- oder Holzkohle-Grill“ nur im Freien kochen.

Was noch fehlt

Haken Sie ab, was Sie schon haben, und drucken Sie dann die Liste: Abgehakte Zeilen fehlen darauf. Unsere Empfehlungen (2 Artikel) können Sie in einen Amazon-Warenkorb legen: Dort sehen Sie die Preise und können alles entfernen, was Sie nicht möchten.

Eine Erinnerung, den Vorrat zu prüfen

Zweimal im Jahr eine E-Mail, um Haltbarkeitsdaten und Batterien zu prüfen. Kein Spam.

Wir nutzen Ihre Adresse nur für unsere E-Mails. Abmelden können Sie sich jederzeit. Datenschutz

Häufige Fragen

Was passiert mit Beatmungsgerät oder Hausnotruf bei Stromausfall?

Die BBK-Broschüre zum Stromausfall schreibt: „Im Bereich der häuslichen Pflege fallen Hilfsgeräte aus, die möglicherweise lebensnotwendig sind wie beispielsweise Beatmungsgeräte. Dienstleistungen wie zum Beispiel Hausnotruf und Essen auf Rädern können gestört werden und ausfallen.“ Deshalb rät das Bezirksamt Neukölln, mit der Krankenkasse vorab einen Ersatz- oder Zusatzakku zu klären. Die Katastrophenschutz-Leuchttürme in Berlin geben Informationen weiter, bieten laut Bezirksamt aber keine Stromversorgung für medizinische Geräte.

Wie setze ich einen Notruf ab, wenn ich nicht sprechen kann?

Das BBK: „Menschen mit eingeschränkten Sprach- und Hörfähigkeiten können beispielsweise ein Notruf-Fax an die 110 oder 112 senden. Über die Notruf-App nora können sie auch direkt Kontakt zu den Leitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aufnehmen.“ nora ist laut gesund.bund.de die offizielle Notruf-App der Bundesländer, kostenlos, mit automatischer Standortübermittlung.

Was haben wir dafür wahrscheinlich schon?

Die Hilfsmittel selbst, die Medikamente des Alltags, Ladegeräte und meist eine Liste der Ärzte und Kontakte. Was oft fehlt: der Medikamentenvorrat für mindestens zehn Tage, ein zweiter Akku für ein Gerät, der Notfallausweis und das Gespräch mit Pflegedienst und Nachbarn. Davon kostet fast nichts Geld.

Wie viel Wasser sollten wir bevorraten?

Laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ idealerweise 2 Liter pro Person und Tag, für 10 Tage also 20 Liter pro Person. Der Planer rechnet das für alle in Ihrem Haushalt aus.

Warum 10 Tage?

So lange sollten sich alle Haushalte laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ möglichst selbst versorgen können. Der Ratgeber sagt auch: „Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.“ Der Planer rechnet alles für diesen Zeitraum aus.

Muss ich alles kaufen?

Nein. Der Ratgeber sagt selbst: „Prüfen Sie, was für Ihre Situation angemessen ist.“ Haken Sie ab, was Sie schon haben: Die Zeile wird durchgestrichen, der Zähler zählt nur noch, was fehlt, und auf der gedruckten Liste fehlt sie. Warme Kleidung, Dokumente und Seife sind oft schon im Haus.