PreparedGermany
Kostenloses Werkzeug

Notvorrat bei Abkochgebot oder Wasserausfall

Der BBK-Ratgeber: „Ein Wasservorrat ist wichtig, wenn kein Wasser mehr aus der Leitung kommt oder das Leitungswasser verschmutzt ist. Trinkwasser ist sehr wichtig, wichtiger als Essen.“ Ein Abkochgebot spricht nur das Gesundheitsamt aus, und nur das Gesundheitsamt hebt es wieder auf. Die Anweisung Ihres Wasserversorgers oder Gesundheitsamts hat Vorrang vor allem, was hier steht. Sagen Sie uns, wer bei Ihnen wohnt: Sie bekommen die BBK-Checkliste mit der Wassermenge für Ihren Haushalt und die Hinweise des Umweltbundesamts zum Abkochen.

Zum Ratgeber: Abkochgebot für Trinkwasser: wer es anordnet und was zu tun ist →

Ihr Haushalt

Erwachsene
2
Kinder
0
Haustiere
0
40Liter Wasser
10 TageLebensmittel für 2 Personen
75Posten fehlen noch

Wasser: 20 Liter pro Person für 10 Tage (laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“). Denken Sie auch an Ihre Haustiere: Eine Wassermenge für Tiere nennt der Ratgeber nicht.

Die amtliche Checkliste

Die Liste aus dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“.

  • Trinkwasser40 Liter für 2 PersonenDer BBK-Ratgeber: „Idealerweise 2 Liter pro Person und Tag. Davon sind 0,5 Liter als Wasser zum Kochen gedacht.“ Mineralwasser lagert laut ernaehrungsvorsorge.de am besten dunkel, kühl und trocken: „Sonne und Wärme beeinträchtigen die Qualität.“
  • Haltbare Lebensmittel für alle im Haushalt10 Tage für 2 Personen
  • Eine Kochstelle, die ohne Strom funktioniert, etwa ein Campingkocher oder Gasgrill
  • Brennstoff für diese Kochstelle, zum Beispiel Gas
  • Solar- oder Batterieradio samt Batterien oder ein KurbelradioAus dem Mustertext des Umweltbundesamts für ein Abkochgebot: „Bitte schalten Sie Ihr Radio an und achten Sie auch auf Lautsprecherdurchsagen.“Unsere Empfehlung: Philips TAR3500 ↗Vergleichen →
  • Eine Warn-App auf dem Handy, zum Beispiel NINA
  • Eine geladene Powerbank
  • Wichtige Telefonnummern, auf Papier notiert
  • Taschenlampe mit Ersatzbatterien
  • Kerzen und ein Feuerzeug
  • Warme Kleidung und Decken
  • Schlafsäcke
  • Eine Heizmöglichkeit ohne Strom, etwa Gasheizer, Petroleumofen oder Ethanolkamin
  • Brennstoff für diese Heizmöglichkeit
  • Ihre persönlichen Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Mittel gegen Fieber
  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Durchfall, Erbrechen und Übelkeit
  • Mittel gegen Erkältungsbeschwerden
  • Elektrolyte, um verlorene Flüssigkeit auszugleichen
  • Desinfektionsmittel für Wunden
  • Desinfektionsmittel für die Haut
  • Pflaster und VerbandsmaterialDas Umweltbundesamt: Offene Wunden sollten bei einem Abkochgebot „durch wasserundurchlässige Pflaster abgedeckt sein“.
  • Verbandtuch für Brandwunden
  • Einmalhandschuhe
  • Kühlkompresse
  • Mittel gegen Sonnenbrand und Insektenstiche
  • Kühlendes, abschwellendes Gel für kleine Sportverletzungen
  • Abschwellende Nasentropfen oder ein Nasenspray
  • Pinzette
  • Schere
  • Salbe für Brandwunden, Wunden und zur Heilung
  • Notgepäck: warme Kleidung, Regenschutz und feste Schuhe
  • Notgepäck: Kleidung zum Wechseln
  • Notgepäck: Material für die Erste Hilfe
  • Notgepäck: Ihre persönlichen Medikamente
  • Notgepäck: eine geladene Powerbank
  • Notgepäck: Hygieneartikel
  • Notgepäck: haltbare Lebensmittel und eine Trinkflasche zum Nachfüllen
  • Notgepäck: eine Mappe mit den wichtigen Dokumenten
  • Notgepäck: Schlafsack oder Decke
  • Notgepäck: Essgeschirr
  • Notgepäck: Taschenmesser und Dosenöffner
  • Notgepäck: Taschenlampe
  • Notgepäck: Radio mit Batterien oder Solarzelle oder ein Kurbelradio
  • Notgepäck: Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Notgepäck: Sonnencreme und eine Kopfbedeckung
  • Notgepäck: Notizblock und Stift
  • Notgepäck: Arbeitshandschuhe
  • Notgepäck: Ersatz für Hilfsmittel wie Brille oder Hörgerät
  • Notgepäck: Bargeld
  • Rauchmelder
  • Feuerlöscher oder Feuerlöschspray
  • Kohlenmonoxid-Melder
  • Zahnpasta und Zahnbürsten
  • Seife
  • Persönliche Hygieneartikel, etwa für die Periode oder Windeln
  • Müllbeutel, auch große, stabile, die man in die Toilette hängen kann
  • Toilettenpapier
  • Desinfektionsmittel
  • Waschmittel
  • Feuchttücher
  • Haushaltspapier
  • Haushaltshandschuhe
  • Campingtoilette
  • Wasserbehälter für Lösch- oder BrauchwasserDer BBK-Ratgeber nennt Wasserbehälter „für Löschwasser oder Brauchwasser“, nicht für Trinkwasser.
  • Atemschutzmaske gegen Viren, Bakterien und gefährliche Stoffe in der Luft
  • Schutzhelm gegen herumfliegende Trümmer
  • Bargeld, zusätzlich zu dem im Notgepäck

Bei Abkochgebot oder Wasserausfall

Was BBK, DWD, UBA und andere amtliche Stellen für diese Situation zusätzlich nennen. Die Quelle steht in der Zeile oder im verlinkten Ratgeber.

  • Abkochen nach UBA: „Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen.“ Ein Wasserkocher ist dafür gut geeignetZum Ratgeber →
  • Abgekochtes Wasser für alles, was man trinkt, zum Zähneputzen, für Eiswürfel und zum Waschen und Zubereiten von Obst, Gemüse und anderen ungekochten LebensmittelnZum Ratgeber →
  • Vorsicht mit dem heißen Wasser: Das UBA warnt vor Verbrühungen, besonders bei Kindern, alten und kranken Menschen; für die meisten Zwecke warten, bis es nur noch handwarm istZum Ratgeber →
  • Die Nachbarn über das Abkochgebot informieren, damit die Information sicher bei allen ankommtZum Ratgeber →
  • Nach der Aufhebung durch das Gesundheitsamt: Wasser so lange laufen lassen, bis es kalt, farblos, klar und geruchlos aus dem Hahn kommtZum Ratgeber →
Gefahren beim Kochen und Heizen ohne Strom

Aus dem BBK-Ratgeber (S. 22): „Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.“ Laut Ratgeber sollten Sie mit einem „Camping-Kocher mit Gaskartusche“ oder einem „Gas- oder Holzkohle-Grill“ nur im Freien kochen.

Was noch fehlt

Haken Sie ab, was Sie schon haben, und drucken Sie dann die Liste: Abgehakte Zeilen fehlen darauf. Unsere Empfehlungen (1 Artikel) können Sie in einen Amazon-Warenkorb legen: Dort sehen Sie die Preise und können alles entfernen, was Sie nicht möchten.

Eine Erinnerung, den Vorrat zu prüfen

Zweimal im Jahr eine E-Mail, um Haltbarkeitsdaten und Batterien zu prüfen. Kein Spam.

Wir nutzen Ihre Adresse nur für unsere E-Mails. Abmelden können Sie sich jederzeit. Datenschutz

Häufige Fragen

Reicht ein Wasserfilter statt Abkochen?

Als Sofortmaßnahme nennt das Umweltbundesamt nur das Abkochen, einen Filter nennt es dafür nicht. Es beschreibt das Abkochen als „eine seit langem sehr bewährte und effektive Desinfektionsmethode“ und die einzige Sofortmaßnahme, die in jedem Haushalt sofort wirkt. Bei stärkerer Trübung oder Verfärbung prüft das Gesundheitsamt, ob eine strengere Einschränkung gilt, etwa „Nicht zum Trinken und Kochen verwenden“. Dann heißt es laut UBA-Muster: „Es reicht nicht aus, das Leitungswasser abzukochen.“ Halten Sie sich an die Mitteilung Ihres Versorgers.

Dürfen wir bei einem Abkochgebot duschen und Wäsche waschen?

Nach den UBA-Empfehlungen kann für Körperpflege, Wäsche bei mindestens 40 °C und Spülmaschinen ab 60 °C oder mit Hitzetrocknung im Ausnahmefall kurz auf das Abkochen verzichtet werden, mit einem leicht erhöhten Infektionsrisiko. Für Kleinkinder, kranke oder immungeschwächte Personen sollte auch zur Körperpflege abgekochtes und abgekühltes Wasser verwendet werden. Die Toilettenspülung geht ohne Einschränkung.

Was haben wir dafür wahrscheinlich schon?

Einen Wasserkocher oder einen Topf mit Deckel, Flaschen oder Kanister und ein Radio. Was oft fehlt, ist nur der Wasservorrat selbst: 2 Liter pro Person und Tag, als Mineralwasser dunkel, kühl und trocken gelagert. Mehr muss ein Haushalt für ein Abkochgebot nicht kaufen.

Wie viel Wasser sollten wir bevorraten?

Laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ idealerweise 2 Liter pro Person und Tag, für 10 Tage also 20 Liter pro Person. Der Planer rechnet das für alle in Ihrem Haushalt aus.

Warum 10 Tage?

So lange sollten sich alle Haushalte laut dem BBK-Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ möglichst selbst versorgen können. Der Ratgeber sagt auch: „Aber auch ein Vorrat für zumindest 3 Tage hilft schon sehr. Darauf können Sie schrittweise aufbauen.“ Der Planer rechnet alles für diesen Zeitraum aus.

Muss ich alles kaufen?

Nein. Der Ratgeber sagt selbst: „Prüfen Sie, was für Ihre Situation angemessen ist.“ Haken Sie ab, was Sie schon haben: Die Zeile wird durchgestrichen, der Zähler zählt nur noch, was fehlt, und auf der gedruckten Liste fehlt sie. Warme Kleidung, Dokumente und Seife sind oft schon im Haus.